Film- Kritik: Zero Dark Thirty (2013)

Dieses mal geht es um einen Film, den ich mir alleine sicher nicht angesehen hätte und eine Kritik somit ausgeblieben wäre. Der Name des Filmes sagte mir bereits etwas,  nur wusste ich nicht worum es genau ginge. Mir war lediglich bekannt, dass die CIA eine wesentliche Rolle einnehmen würde.

 

Handlung: Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 begann die Suche nach dem Anführer der Al-Qaida. Osama Bin Laden soll gefunden und für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Die Elite-Truppe “Navy Seals Team 6”, eine Spezialeinheit der CIA, soll den Terroristen finden. Kopf und Koordinatorin der Einsätze ist CIA-Analystin Maya (Jessica Chastain). Das Team hält sich in Abbottabad in Pakistan, an der Grenze zu Afghanistan, auf. In der Nähe wird der Aufenthaltsort Bin Ladens vermutet. Letztendlich kommt es tatsächlich zu einer Festnahme
Zum Film: (Vorsicht Spoiler)

Wie oben bereits geschildert, hatte ich Glück, dass ich den Film ansehen konnte. Würde ich den Film alleine sehen, so würde ich ihn sicher nach 30min abschalten. Nicht weil er sonderlich langweilig oder schlecht war. Ich kann mich nur nicht wirklich zu solchen Millitär- Filmen hinreißen lassen. Hinzu kommt, dass wenn ich beinahe nichts über einen Film weiß und diesen nicht empfohlen bekomme, so neige ich noch eher zu diesem Verhalten.
Ich war jedoch trotzdem froh, dass ich mir den Film bis zum Schluss angesehen habe. Als die letzten 40 Minuten begannen, war mir nämlich klar, was der Film darstellen soll. Die Festnahme/ Hinrichtung oder Auffindung von Osama Bin Laden im Mai 2011.
Ich will mich bei diesem Begriff nicht festlegen, da ich nicht genau weiß wie es vor Ort ablief und ein wirklicher Beweis liegt ja bis heute nicht vor.^^ (Welcher Regierung kann man denn  abkaufen, dass sie den 10-jahre lang gejagten Chef der Al- Qaida findet, tötet und auf offener See bestattet? Ohne irgend einen  Beweis zu veröffentlichen? Ein DNA- Test wurde durchgeführt. Dies ist jedoch kein tatkräftiger Beweis für die Öffentlichkeit und besonders für die Bürger der USA.) Das nur nebenbei zur politischen Seite 😀

Zurück zum Film. Die zu Beginn gezeigten Folterszenen wirken gut inszeniert und man bekommt teilweise wirklich Mitleid und das “Er weiß doch nichts” -Gefühl. Die Verhandlungen waren im Gesamten sehr authentisch gespielt, wodurch man sich wirklich vorstellen kann, dass es so oder ähnlich abgelaufen sein könnte.Im Gesamten war der Film dennoch etwas zäh. Die gezeigten Anschläge der Al Qaida wirkten teilweise zusammenhangslos und man hatte das Gefühl, dass man von Kapitel zu Kapitel springt.

Ein anderer Kritikpunkt ist die fehlende Tiefe. Man bekommt keinen Einblick auf die Persönlichkeiten der Charaktere. Jede Person ist somit nahezu unbedeutend. Es wird sich ausschließlich auf die Hauptdarstellerin konzentriert.

Hat man es bis zu etwa 40min vor Ende des Filmes geschafft, so wird man jedoch belohnt. Hier kommt wirklich Spannung in den Film und man hat das Gefühl per live- stream zusehen zu können, wie es zur Festnahme von Osama Bin Laden kommt.

Der Einsatz der Einheit wurde hierbei hervorragend inszeniert. Sofern man damals die Nachrichten verfolgte, so erkennt man deutliche Parallelen. Auch die Festung, in der sich der Terrorist versteckt hielt, hatte ich noch teilweise wie gezeigt in Erinnerung.

Fazit: Durchhalten wird belohnt.
Ich werde den Film auf jedenfall empfehlen. Trotz meiner anfänglichen Skepsis, war ich froh, dass ich mir diesen Film angesehen habe. Sehr interessant zu sehen, wie es damals “wirklich” gelaufen ist. Wie man zu der ganzen Geschichte steht, sei jedem überlassen. Der Film verbildlicht das, was im jahr 2011 in den zahlreichen Berichterstattungen zu lesen war.

Der Film bekommt von mir 4 Taris

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